Das Zukunftsparlament ist ein direktdemokratisches Gremium. Es dient dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und gibt denjenigen eine Stimme, die sich für dieses Ziel engagieren, jedoch bisher zu wenig Gehör erhalten haben. Im Zukunftsparlament erarbeiten interessierte Bürger, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und Studierende Vorschläge für Volksentscheide und stimmen in der Folge selbst darüber ab. Ihre Entscheidungen sollen ein Gegengewicht zu politischen Interessen bilden, welche sich – wie leider allzu häufig der Fall - überwiegend an kurzfristiger Gewinnmaximierung orientieren.

 

Planung und Durchführung des Zukunftsparlamentes findet in Form einer Initiative von Studierenden der Universitäten Göttingen und Kassel/Witzenhausen in Kooperation mit der Fördergemeinschaft für Umwelt, Bildung, Arbeit e.V. statt. Weitere Kooperationspartner sind erwünscht.

 

Die Initiative gründet auf der These, dass eine sachunmittelbare Demokratie eine nachhaltige Wirtschaftspolitik begünstigt. Daher werden zwei Ziele verfolgt:

  1. Verstärkte Partizipation der Bürger z.B. in Form von Volksentscheiden
  2. Konsequente Nachhaltigkeit in den Bereichen

-          Energie

-          Mobilität

-          Landwirtschaft

-          Wirtschaft und Arbeit

Der Begriff der Nachhaltigkeit beinhaltet eine Abkehr von fossilen und eine Hinwendung zu regenerativen Energieträgern. Besondere Berücksichtigung finden zudem Belange, die eine nachhaltige Landwirtschaft an den Anbau nachwachsender Rohstoffe stellt.

Wie können Sie sich beteiligen?

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterHier kann jeder Bürger und jede Nichtregierungsorganisation zu den o.g. Themen gut begründete Vorschläge für konkrete Volksentscheide einreichen. Diese werden von den Studierenden im Rahmen eines interdisziplinären Seminars gesichtet und soweit aufbereitet, dass über je ein bis zwei Vorschläge pro Themenbereich abgestimmt werden kann. Die Ergebnisse dieser Abstimmungen werden in die Politik eingespeist. Damit wollen wir unseren Beitrag leisten, Konsequenzen aus der gegenwärtigen Krise zu ziehen und erfüllen zudem den Auftrag der Bundeskanzlerin, die in einer Rede zum 60jährigen Bestehen des Grundgesetzes deutlich machte, dass sie „Schlussfolgerungen aus dem … gesellschaftlichen Bereich“ erwartet.

 

Die zweite Sitzung des Zukunftsparlamentes findet am 1. Juli im Ratssaal der Stadt Göttingen statt. Es ist geplant, das Zukunftsparlament jährlich tagen zu lassen.

 

Hinweis: Derzeit sind Volksentscheide auf Bundesebene nicht möglich. Für ihre Einführung ist eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag erforderlich.